Josef Hoffmann

Maschinenarbeiter. Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Hingerichtet.

* 1900    † 1944

 

Lebenslauf

Josef Hoffmann wurde am 5.12.1900 in Wien geboren. Er war Maschinenarbeiter. 1923 trat er der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreich bei. Von 1919 bis 1934 war er bei der freien Gewerkschaft der Eisenbahner.

Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe

Josef Hoffmann war Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe im 20. Bezirk.

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Am 13. 1. 1943 wurde Josef Hoffmann verhaftet und am 7. 3. 1944 gemeinsam mit Rudolf Bures, Karl Hofer, Richard Eibel, F. Eibel, Karl Kaluzik und Emmerich Zach (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 21.11.1944 wurde er im Landesgericht I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Als im Frühjahr 1942 die Belieferung mit Druckschriften stockte und Malik, Gebrüder Eibel und andere Funktionäre die Errichtung einer eigenen Lit.-Stelle planten, stellte Hoffmann seinen Vervielfältigungsapparat, den er noch von seiner Mitgliedschaft beim ’Sturmvogel‘ besaß, zur Verfügung und ließ ihn dem Malik durch Franz Eibel überbringen.“

Gedenkort - Landesgericht für Strafsachen Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Landesgericht für Strafsachen Wien findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Gedenkort - Gruppe 40, Zentralfriedhof

In der Gruppe 40 wurden die im Wiener Landesgericht Hingerichteten beerdigt. 2013 wurde die Gruppe 40 zur Nationalen Gedenkstätte erklärt.

Quellen und Bildnachweise

  • Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Porträtbild: Willi Weinert oder Wiener Stern Verlag
  • Bild Fallbeil/Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Andere Bildrechte: Angabe bei Anklicken des Bildes (Bildinformation)
  • Andere Bilder: Privatbesitz oder Verein Zur Erinnerung

Porträt erstellt von Jürgen Heimlich, Verein Zur Erinnerung, auf Basis der angegebenen Quellen.

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


Porträt teilen